Unwissenheit und Unsicherheiten in Unternehmen hindern die Einsparungen, die hinter gebrauchter Software liegen. Die Urteile des EuGH und BGH in den Jahren 2012 und 2014 erklärten den Handel mit Gebrauchtsoftware legal. Käufer und Verkäufer achten zudem auf eine genaue Dokumentation.

Die Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesgerichtshofs aus den Jahren 2012 und 2014 scheinen an vielen Unternehmen vorbei gegangen zu sein. Der Handel und die Nutzung von gebrauchter Software sind legal. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie per Download oder über physischen Datenträger installiert wird.

Michael Helms, Vorstand der Soft & Cloud AG, führt dies auf falsche Schlussfolgerungen zurück: „Viele Interessenten denken, dass es sich bei Gebrauchtsoftware um CDs oder Aktivierungscodes handelt, die über Auktionsplattformen im Internet gehandelt werden.“ Dabei unterstehen Käufer und Verkäufer bestimmten Dokumentationspflichten: Wo kommt die Software her und wie wird sie weiter verwendet? Wer ein Auge auf die Lizenz für Windows‘ Betriebssystem oder Microsofts Office geworfen hat, hat große Chancen, im Markt fündig zu werden. Sie stellen zusammen nämlich über 90 Prozent des Handelsvolumens.


Über die Studie

YouGov führte die Umfrage online durch. 515 Personen nahmen in der Septemberwoche teil, in der die Umfrage geschalten war. Die Befragung fand im Auftrag von der Soft & Cloud AG statt, die gebrauchte Softwarelizenzen in Europa vertreibt.

aus IT-Business vom 30.10.2017 – Autor: Sarah Nollau