Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Dr. Thomas Lapp zum Thema „Volumenlizenzen, Masterversionen, Aufspaltung, Softwarelizenzen und nicht vereinbarte Sperren“.

„Das Recht auf die Verbreitung eines Softwareprogrammes ist erschöpft, wenn der Inhaber des Urheberrechts gegen Zahlung eines Entgelts …auch ein Recht, diese Kopie ohne zeitliche Begrenzung zu nutzen, eingeräumt hat.“, hatte das Gericht entschieden. Dr. Lapp besprach nachfolgend Einzelheiten des Urteils und zeigte die Bedeutung der Entscheidung auf, die letztlich eine Verkehrsfähigkeit von Software bedeute. Nach Ansicht des EuGH genüge das erneute Herunterladen einer Programmkopie durch den Zweiterwerber, wenn die ursprüngliche Kopie beim Ersterwerber gelöscht worden sei.

Er diskutierte die Folgerungen der BGH-Entscheidung. EuGH und BGH erstreckten die Erschöpfung auf die im Rahmen des Wartungsvertrages aktualisierte Programmversion, so dass auch allgemein kostenlos erstellte Aktualisierungen außerhalb von Wartungsverträgen erfasst seien, selbst wenn diese identisch mit der aktuell verkauften Software seien.

Dr. Lapp meinte anschließend, dass der EuGH Volumenlizenzen über eine Einzelplatzsoftware nicht geprüft habe. Ein Weiterverkauf einzelner Lizenzen einer gebrauchten Volumenlizenz-Software sei bei Beibehaltung der Zahl der in Verkehr gebrachten Lizenzen nach Ansicht des OLG Frankfurt (Urteil vom 18.12.2012, Az.: 11 U 68/11 = JurPC Web-Dok. 29/2013, http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20130029) zulässig.

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Weitere Informationen zu dem Thema Aufspaltung und Aufspaltung von Volumenlizenzen bei gebrauchter Software finden auf diversen Seiten dieser Website, zum Beispiel hier.