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SQL Server 2019 Standard User CAL – Nutzerbezogene Zugriffslizenzierung im Server-plus-CAL-Modell

Mit der Microsoft SQL Server 2019 Standard User CAL (Client Access License) erwerben Sie die Zugriffsberechtigung für einen konkreten Anwender auf die unter dem Server-plus-CAL-Modell lizenzierte SQL-Server-Datenbankinfrastruktur Ihres Unternehmens. Die Lizenz ist fest einem benannten Anwender zugewiesen, der von beliebig vielen Endgeräten auf beliebig viele lizenzierte SQL-Server-Instanzen zugreifen darf. Das Server-plus-CAL-Modell ist die wirtschaftliche Wahl, wenn eine überschaubare, klar bekannte Anzahl von Anwendern auf SQL Server Standard zugreift – als Alternative zur Lizenzierung pro Prozessorkern. Hinweis: SQL-Server-CALs sind editionsunabhängig; das Server-plus-CAL-Modell steht für die Standard Edition zur Verfügung, während die Enterprise Edition ausschließlich pro Kern lizenziert wird.

Leistungsmerkmale

  • Nutzergebundene Zugriffsberechtigung: Erlaubt einem konkret zugewiesenen Anwender den Zugriff auf eine unbegrenzte Anzahl von SQL-Server-Instanzen innerhalb der Organisation – unabhängig davon, welches oder wie viele Endgeräte er dafür verwendet.
  • Voller Zugriff auf die Dienste der Standard Edition: Ermöglicht dem Anwender die Nutzung der Datenbankdienste von SQL Server Standard, einschließlich der relationalen Datenbank-Engine sowie der im Rahmen der Standard Edition verfügbaren Dienste wie Reporting Services, Integration Services und Analysis Services.
  • Plattform- und anwendungsübergreifender Zugriff: Unterstützt den Zugriff über unterschiedliche Client-Anwendungen, Branchen- und Standardsoftware, BI- und Reporting-Werkzeuge sowie individuell entwickelte Applikationen.
  • Geräteunabhängigkeit: Als User CAL ist die Lizenz an die Person gebunden – der Anwender kann von PC, Laptop, Tablet oder weiteren Geräten gleichermaßen zugreifen.
  • Audit-Sicherheit: Trägt zur ordnungsgemäßen Lizenzierung bei und schützt vor Unterlizenzierung bei Audits.

Vorteile

  • Wirtschaftlichkeit bei überschaubarem Nutzerkreis: Das Server-plus-CAL-Modell ist besonders kosteneffizient, wenn die Anzahl der zugreifenden Anwender begrenzt und bekannt ist – im Gegensatz zur Lizenzierung pro Kern, die sich eher für große, externe oder schwer zählbare Nutzergruppen eignet.
  • Geräteunabhängigkeit: Ein lizenzierter Anwender greift von beliebig vielen Endgeräten zu – besonders praktisch bei mobilen Arbeitsstilen, Home-Office und mehreren genutzten Geräten pro Person.
  • Unternehmensweiter Serverzugriff: Eine User CAL berechtigt zum Zugriff auf beliebig viele lizenzierte SQL-Server-Instanzen, ohne dass weitere Zugriffslizenzen pro Server erforderlich werden.
  • Einfache Skalierbarkeit: Neue Anwender lassen sich durch den Zukauf weiterer User CALs unkompliziert in die bestehende Infrastruktur integrieren.
  • Investitionsschutz für bestehende Infrastrukturen: Da die CAL auch den Zugriff auf ältere SQL-Server-Versionen abdeckt, bleibt sie in gemischten Umgebungen und bei schrittweisen Migrationen nutzbar.

Besondere Features

  • Nutzer-Fokus: Ideal für Unternehmen, in denen Anwender von mehreren oder wechselnden Endgeräten zugreifen oder die Anzahl der Geräte die Anzahl der Nutzer übersteigt.
  • Teil des Server-plus-CAL-Modells: Die User CAL bildet die anwenderseitige Zugriffskomponente. Für jede ausgeführte SQL-Server-Instanz ist zusätzlich eine eigene Server-Lizenz erforderlich; die Anzahl der Prozessorkerne spielt in diesem Modell für die Lizenzierung keine Rolle.
  • Versionskompatibilität (CAL-Versionsregel): Eine SQL Server 2019 CAL berechtigt zum Zugriff auf SQL Server 2019 sowie auf ältere Versionen (z. B. 2017, 2016 und früher). Maßgeblich ist, dass die CAL stets dieselbe oder eine neuere Version als der zugegriffene Server aufweist – für den Zugriff auf neuere Versionen wie SQL Server 2022 ist daher eine entsprechend neuere CAL erforderlich.
  • Zugriff auf beliebig viele Server: Ein lizenzierter Anwender darf auf alle korrekt mit Server-Lizenzen ausgestatteten SQL-Server-Instanzen im Unternehmen zugreifen – eine CAL deckt also den unternehmensweiten Zugriff ab.
  • Funktionsgrenzen der Standard Edition: Unabhängig von der CAL gelten die technischen Grenzen der Standard Edition (u. a. Nutzung von bis zu 24 Kernen bzw. 4 Sockeln für die Datenbank-Engine sowie begrenzter Arbeitsspeicher für den Pufferpool je Instanz). Für höhere Anforderungen ist die Enterprise Edition (Lizenzierung pro Kern) vorgesehen.

Einsatzbereiche

  • Mittelständische Umgebungen mit definiertem Nutzerkreis: Unternehmen mit einer klar abgegrenzten, bekannten Anzahl von Anwendern, die auf zentrale Datenbankdienste zugreifen.
  • Interne Fach- und Branchenanwendungen: ERP-, CRM- oder Branchensoftware mit einem festen Kreis namentlich bekannter Nutzer.
  • Anwender mit mehreren Geräten: Mitarbeiter, die parallel mit PC, Laptop und mobilen Geräten auf datenbankgestützte Anwendungen zugreifen.
  • Szenarien, in denen die Kern-Lizenzierung unwirtschaftlich wäre: Umgebungen mit wenigen Anwendern, aber leistungsstarker, kernreicher Server-Hardware, in denen das Server-plus-CAL-Modell günstiger ausfällt.

Voraussetzungen

  • Lizenzierungsmodell: Server-plus-CAL-Modell. Für jede ausgeführte SQL-Server-Instanz muss eine eigene SQL Server Standard Server-Lizenz erworben werden; zusätzlich ist für jeden zugreifenden Anwender eine User CAL erforderlich. Alternativ kann SQL Server Standard auch pro Prozessorkern lizenziert werden – dann entfallen die CALs, was sich vor allem bei sehr großen oder externen Nutzergruppen anbietet.
  • Zuweisung: Die CAL wird einem benannten Anwender fest zugewiesen, der von beliebig vielen Endgeräten zugreifen darf. Eine Neuzuweisung an einen anderen Anwender ist in der Regel frühestens nach 90 Tagen zulässig (Ausnahmen gelten z. B. bei dauerhaftem Ausscheiden des Mitarbeiters).
  • Multiplexing-Hinweis: Greifen Anwender indirekt über Middleware, Webfrontends, Connection-Pooling oder Drittanwendungen auf den SQL Server zu, ist dennoch für jeden dieser Nutzer eine eigene CAL erforderlich. Multiplexing oder zwischengeschaltete Anwendungen reduzieren die CAL-Pflicht nicht.
  • Verbindlichkeit: Maßgeblich für die rechtssichere Lizenzierung sind stets die aktuellen Microsoft Product Terms (ehemals Product Use Rights). Diese Produktbeschreibung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Lizenzberatung.






Fazit

Die SQL Server 2019 Standard User CAL ist eine wirtschaftliche Lösung für Unternehmen, die ihre Datenbankinfrastruktur im Server-plus-CAL-Modell nutzerbezogen lizenzieren möchten. Sie bietet Rechtssicherheit und eine klare Zuordnung auf Anwenderebene – besonders dann, wenn ein überschaubarer, bekannter Nutzerkreis von mehreren Geräten aus auf SQL Server Standard zugreift. Wenn die Anzahl Ihrer Anwender begrenzt ist und die Lizenzierung pro Kern unwirtschaftlich wäre, erhalten Sie mit der User CAL ein effizientes Werkzeug, um SQL Server 2019 Standard rechtssicher zu nutzen, ohne jede einzelne Hardware separat lizenzieren zu müssen.


Hinweis zum Support-Lebenszyklus
Der Mainstream Support für SQL Server 2019 endete am 28. Februar 2025; der Extended Support läuft noch bis zum 8. Januar 2030 und umfasst in dieser Phase weiterhin sicherheitsrelevante Updates, jedoch keine neuen Funktionen mehr. Für Neueinführungen empfiehlt Microsoft den Einsatz einer aktuellen Version (z. B. SQL Server 2022 oder neuer) oder den Wechsel zu Azure SQL. Die Standard User CAL bleibt für bestehende SQL-Server-2019-Umgebungen eine sinnvolle Wahl – auch in Übergangs- und Migrationsszenarien.

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